Festnahmen in Italien: Investoren hackten offenbar E-Mails von Draghi

Discussion in 'Nachrichten' started by Lioness1, Mar 19, 2017.

  1. Lioness1

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    http://www.spiegel.de/wirtschaft/ma...hackten-offenbar-e-mail-konten-a-1129428.html

    Mario Draghi und Matteo Renzi: Investoren hackten offenbar E-Mail-Konten

    Festnahmen in Italien Investoren hackten offenbar E-Mails von Draghi

    Ein Geschwisterpaar in Italien soll E-Mail-Konten von Politikern, Bankern und Geschäftsleuten gehackt haben - darunter auch eines von Mario Draghi. Offenbar wollten sie die Informationen für Geldanlagen nutzen.


    DPA
    EZB-Präsident Mario Draghi
    Dienstag, 10.01.2017 17:48 Uhr

    Skandal in Italien: Hacker sind offenbar in die E-Mail-Konten des früheren italienischen Notenbankchefs und heutigen EZB-Präsidenten Mario Draghi und des ehemaligen Ministerpräsidenten Matteo Renzi eingedrungen. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben am Dienstag zwei Geschwister unter dem Verdacht fest, sich in Tausende Konten gehackt zu haben - darunter auch die von Prominenten.

    Die Ermittler werfen den Verdächtigen, einem 45-jährigen gelernten Atomtechniker und seiner 48-jährigen Schwester, Diebstahl von Staatsgeheimnissen und illegales Hacken vor.

    Die angegriffenen E-Mail-Konten gehörten auch Geschäftsleuten und Kardinälen im Vatikan, sagte der Ermittler Roberto di Legami der Nachrichtenagentur Reuters. Wie aus dem sichergestellten Material hervorgehe, könnten sich die Hacker Zugriff auf 18.000 E-Mail-Konten verschafft haben. Rund 2000 Passwörter seien geknackt worden. Laut di Legami wurden die gehackten E-Mails wahrscheinlich von dem 45-Jährigen in der von ihm geleiteten Investmentfirma Westland Securities genutzt. Wie genau, wird derzeit geprüft.

    Auch Ex-Premier Mario Monti soll ein Opfer sein

    Der Hacker dürfte die verwendete Schadsoftware selbst entwickelt haben. Es gebe auch Hinweise darauf, dass er einen "Keylogger" auf einigen Computern installieren konnte. Mit einer solchen Software lassen sich alle Eingaben auf der Tastatur eines infizierten Computers überwachen.

    Zu den gehackten Konten zählen nach Polizeiangaben Renzis Mail-Adresse während seiner Zeit als Regierungschef von Italien sowie Draghis bei der italienischen Notenbank, die er vor seinem Wechsel an die EZB-Spitze leitete.

    Draghis Mail-Konto bei der Europäischen Zentralbank wurde im Haftbefehl hingegen nicht als Ziel genannt. Zu den Opfern des Hackerangiffs zählten auch der ehemalige Direktor der italienischen Notenbank, Fabrizio Saccomanni, der Kulturminister des Vatikans, Kardinal Gianfranco Ravasi, sowie mit Mario Monti ein weiterer Ex-Regierungschef.

    Die EZB und die italienische Notenbank lehnten eine Stellungnahme ab. Sprecher von Renzi sowie Kardinal Ravasi waren zunächst nicht erreichbar. Etwa 99 Prozent der gestohlenen Daten wurden nach Polizeiangaben in den USA gespeichert. Das FBI stellte auf Ersuchen eines römischen Gerichts die Server sicher.

    stk/Reuters
     

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