Behörden warnen vor Internet-Betrug

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16. Februar 2016,

KRIMINALITÄT ⋅ Die Behörden warnen vor einer neuen Betrugsmasche im Internet. Die Täter versuchen mit neuen Methoden, auf das eBanking ihrer Opfer zuzugreifen.

Nach Angaben der Melde- und Analysestelle Informationssicherung (MELANI) beginnt der Angriff mit einem Telefonanruf. Unter einem Vorwand, beispielsweise die anstehende Übergabe eines Pakets, erkundigen sich die Täter nach der E-Mail-Adresse von Schweizer Unternehmen.

Auf diese versenden sie dann ein plausibel klingendes Mail mit einem Link zu einem Cloud-Anbieter. Dahinter verbirgt sich ein ZIP-Archiv mit einer Schadendatei. Anklicken ändert die Systemeinstellungen des Computers, was den Angreifern erlaubt, auf das eBanking des Opfers zuzugreifen.

MELANI und die Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (KOBIK) raten daher zu grösster Vorsicht, wenn Unbekannte anrufen. Misstrauisch sollte man auch gegenüber Links in Emails sein. Die Täter benutzen zwar Schweizer Telefonnummern und plausibel klingende Absenderadressen. Ein von MELANI veröffentlichtes Beispiel-Mail ist aber in stark fehlerhaftem Deutsch verfasst.

Wenn beim Login ins eBanking ein Sperrbildschirm erscheint oder andere ungewöhnliche Vorkommnisse, beispielsweise die Anzeige eines Minuten-Timers, greifen die Täter möglicherweise gerade auf das Konto zu. Dann sollte unbedingt die Bank kontaktiert werden.


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Die Empfehlungen


Seien Sie misstrauisch gegenüber Anrufen von Unbekannten
Seien Sie vorsichtig bei Emails mit Links, welche nicht sofort ersichtlich bzw. ausgeschrieben sind (z.B. „Klicken Sie hier“), auch wenn diese von vermeintlich vertrauenswürdigen Absendern stammen
Wenn Sie beim Login ins e-Banking nach Eingabe der Anmeldeinformationen (Passwort, mTAN/Token) einen Sperrbildschirm erhalten, z.B. «Das e-Banking steht derzeit nicht zur Verfügung», kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank
Falls beim Login-Prozess andere aussergewöhnliche Vorkommnisse auftreten (z.B. Anzeige von Minuten-Timer, usw.), sollte ebenfalls die Bank kontaktiert werden
Falls Sie Opfer von Betrug geworden sind, melden Sie dies der KOBIK via dem KOBIK Meldeformular und erstatten Sie Anzeige bei Ihrer kantonalen Polizeidienststelle.
 
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